Top of Europe

Auf die höchsten Gipfel
in Europa

 

 

Top of Europe

Auf der Suche nach neuen Reisezielen kam ich auf die Idee, die höchsten Berge einiger europäischer Länder zu besteigen. Ganz konsequent werde ich dieses Vorhaben wohl nicht umsetzen, d.h. ich werde nicht die höchste Erhebung des Vatikans oder der Niederlande besteigen. Der höchste Berg, der zu Dänemark gehört, wird für mich eher unerreichbar sein, da er sich mitten im grönländischen Inlandeis befindet und nur per Expedition zu erklimmen ist.
Ich suche mir einfach die schönsten Berge heraus, die mich auch bergsteigerisch reizen. Und davon gibt es eine ganze Menge …
Aber ich habe zwei Bekannte, die tatsächlich alle (ich wiederhole: alle) höchsten Berge Europas besteigen wollen! Im Falle von Dänemark beschränken sie sich allerdings auf Festland-Dänemark.

Was bisher geschah …

Der Großglockner ist natürlich fast Pflichtprogramm: einmal Normalweg und einmal Stüdlgrat. Im Gegensatz zu heute war man 1977 fast noch alleine unterwegs, ohne Stau, ohne Überholmanöver.

Der Mont Blanc war eine coole Skitour von Chamonix aus. Da die Seilbahn zur Aiguille du Midi in Revision war, mussten wir vom Tunnelportal erst einmal die 1800 Höhenmeter bis zum Refuge Grands Mulets aufsteigen – zum Aufwärmen sozusagen. Der Gipfeltag bescherte uns ein Traumwetter und Windstille.

Die Idee, in die Pyrenäen, nach Andorra zu fahren und dort zu wandern, entstand eher durch einen Zufall: Im Mai 2012 bekam ich von der Hotelkette nh hoteles einen 50%-Gutschein für meine nächste Buchung. Also durchstöberte ich die Hotelliste, fing beim ersten Land in der alphabetischen Liste an, recherchierte ein bisschen über mögliche Bergtouren, fand den Comapedrosa als leicht zu besteigenden fast-3000er, buchte einen Flug nach Toulouse und den Bus nach Andorra. So kommt man also auf Andorra als Reiseziel!
2014 führte ich dann auch eine Trekkingreise in den andorranischen Pyrenäen. Sieh dir hier die Bildergalerie an.

Bei einem Besuch der Tourismusmesse itb in Berlin vor vielen, vielen Jahren, fiel mir auch ein Prospekt über die Hohe Tatra in die Hände. Ich nahm ihn immer wieder in die Hände und dachte mir: Irgendwann fahre ich dort hin. 2015 fragte mich Thomas vom Reisebüro WELTbewegend Reisen, ob ich nicht 2016 eine Trekkingreise in die Hohe Tatra führen möchte. Ja, klar! Um das Gebiet kennenzulernen, fuhr ich im September mit einer Freundin nach Štrbské Pleso auf der slowakischen Seite der Hohen Tatra. Eines der Ziele war natürlich der Rysy. Einer der beiden Gipfel liegt in Polen und markiert dort den höchsten Punkt des Landes, der andere, etwas höhere Gipfel, liegt noch in der Slowakei. Hier findest du den Tourverlauf und eine Bildergalerie der Tour 2016.

Die skandinavischen Länder stehen ohnehin immer auf meiner Wunschliste. Bei meinem ersten Besuch im norwegischen Nationalpark Jotunheimen 2015 erwischte ich eine Regenperiode. Also reiste ich 2016 wieder nach Norwegen und erwischte zum Ausgleich eine Woche mit Sonnenschein und bestieg sowohl den Galdhøpiggen als auch den Glittertind. Den Bericht und viele Fotos über diese Reise findest du hier.

Im Juni 2017 stand der Ben Nevis in Schottland auf dem Programm. 1991 war ich bereits einmal in Schottland. Die Reise führte damals mit dem Zug von Glasgow über Fort William nach Mallaig und weiter mit einem Boot zur kleinen Insel Rum. Vom Zug aus konnte ich den Ben Nevis sehen und nahm mir vor, ihn irgendwann zu besteigen. Es dauerte also 26 Jahre, bis ich endlich wieder nach Schottland kam.
Es erwartete mich richtig schottisches Wetter, also Wolken, Nebel, teils Regen. Der Gipfeltag war trocken, allerdings hüllte sich der Gipfel in Nebel. Hier geht es zum Bericht und zu den Bildern der Reise.

 

Bisher „abgehakt“

  • Großglockner, 3797 m (Österreich), 1977 und 1979
  • Mont Blanc, 4807 m (Frankreich), 1992
  • Pic de Comapedrosa, 2946 m (Andorra), 2012 und 2014
  • Rysy, 2499 m (Polen), 2015 und 2016
  • Galdhøpiggen, 2469 m (Norwegen), 2016
  • Ben Nevis, 1344 m (Vereinigtes Königreich), 2017

Pläne für 2017

Wie gesagt, der Norden zieht mich an. Den Kebnekaise, Schwedens höchsten Berg, kannte ich von Bildern, suchte ihn auf der Karte und dachte mir, er liegt recht abseits und schwer erreichbar. Dann aber packte mich doch die Neugier und ich recherchierte die Anreisemöglichkeiten. Und so wild ist es gar nicht. Flug über Stockholm nach Kiruna, dann eine Stunde Bus bis Nikkaluokta und schon ist man mitten in Lappland und am Fuße des Kebnekaise. Ich bin nur noch beim Überlegen, ob ich mit dem Zelt reise oder doch die gemütlichere Variante mit Hüttenübernachtungen wähle … Und ja, ich hoffe, dass das Wetter einigermaßen mitspielt.

Vielleicht geht sich auch noch die Zugspitze, höchster Berg von Deutschland, aus.